Christuskirche Bad Aibling

Die Kirche entstand 1903/04 durch die Initiative eines Kirchenbauvereins, da es eine eigenständige evangelische Pfarrei zu diesem Zeitpunkt noch nicht gab (Aiblings Protestanten gehörten nach Großkarolinenfeld, der 1806 gegründeten ersten evangelischen Pfarrei Oberbayerns).

Wie bei anderen Gotteshäusern wurde auch hier im Laufe der Zeit das Kircheninnere mehrfach verändert. Nur der äußere Baukörper in seiner Mischung aus Historismus und Jugendstil blieb unverändert erhalten.

So wurden 1961 die östlichen Chorfenster vermauert, um das Licht ganz auf die Kreuzigungsgruppe zu lenken.  Auch der ursprüngliche Altar und die Kanzel wichen 1983 einer völligen Neugestaltung durch den Architekten Franz Lichtblau. Diese letzte Innenrenovierung sollte zugleich einer liturgischen Umstellung dienen. Das Taufbecken wurde unmittelbar vor die Kreuzigungsgruppe gestellt und der Altar als Tisch des Herrn in die Mitte
des Kirchenraums verlegt. Taufe und Abendmahl sind somit durch eine gemeinsame Raumachse mit dem Kreuz verbunden.

Über dem Kreuz zeigt in moderner farblicher Gestaltung ein Fresko das himmlische Jerusalem der Offenbarung. Die Darstellung wird wie in einem Baldachin von Säulen getragen, welche die Gemeinde symbolisieren. Das Wandbild selbst ist eine Illustration des Bibelwortes “Von 12 Perlen
sind die Tore deiner Stadt: Wir stehen im Chor der Engel hoch um deinen Thron.” So weisen Engel symbolisch den Weg. Die Majestät Gottes wird durch ein Auge, umgeben von vier Seraphinen, dargestellt. Christus erscheint als Lamm Gottes, welches das Buch mit den sieben Siegeln öffnet.
Schöpfer dieses Gemäldes ist Hubert Distler-Grafrath, der auch dem übrigen Kirchenraum die künstlerische Gestalt gab.

Die jetzige Sanierung der Christuskirche wird notwendig aufgrund der in die Jahre gekommenen elektrischen Anlagen und des unzureichenden Heizungssystems.
Darüber hinaus besteht der Wunsch, die Kirche attraktiver und besser auf die Nutzung ausgerichtet zu gestalten und die Haustechnik energetisch so zu verbessern, dass die Kirche energieeffizient und möglichst klimaneutral zu bewirtschaften ist.

Aus dieser Agenda generiert sich eine Präferenzliste der Sanierungsmaßnahme:

1. Generalsanierung der Elektroanlagen einschließlich Leuchten

2. Heizungsanlage

3. Innenanstrich Kirchenraum

4. Möblierung Sakristei

5. Ballustrade Balkon der Orgel

6. Lose Möblierung

7. Wieder Öffnen der Fenster in der Apsis